Zwischen Sturm und Stille: trommeln tut gut!

Trommeln kann viel mehr bedeuten, als nur Krach zu machen oder Musik zu begleiten. Mit einer Trommel können alle Gefühle ausgedrückt werden: Wut, Trauer, Freude, Verzagtheit oder Mut. Das erkannten schon die Menschen alter Völker. Ein altes Sprichwort in Afrika lautet deswegen:

„die Trommel ist ein Lebewesen, sie spricht.”

Jeder Mensch erkennt im Trommeln sofort eine seiner ältesten und wichtigsten Erfahrungen: unser Herz ist ein innerer Trommler und wir erkennen im Ruf einer Trommel den Herzschlag der Mutter wieder, der uns vor der Geburt in ihrem Leib umgeben hat. Dies ist einer der Gründe, warum uns ein wiederkehrender Trommelrhythmus entspannt. Und zwar so sehr, dass kleine Kinder selbst bei lauten Trommelrhythmen einschlafen können.

Trommeln hat nicht nur deswegen einen guten Einfluss auf unser Wohlbefinden.
Es ist beobachtet worden, dass dabei der ganze Körper in Schwingungen gerät und der Kreislauf aktiviert wird. Wenn mit Fingern und Handflächen getrommelt wird, so werden bestimmte Punkte auf ihnen massiert, die den gesamten Körper entspannen können und bestimmte Bereiche im Gehirn ansprechen. Deswegen kann Trommeln viel neue Energie freisetzen!

Worauf du trommeln kannst?

Einige von euch oder die Eltern haben vielleicht bereits Trommeln, wie sie auf dem Photo oben abgebildet sind. Das sind natürlich sehr schöne Instrumente, die auch oft nicht ganz billig sind. Es gibt aber mittlerweile in vielen Spielwarengeschäften und selbst einigen großen Möbelhäusern oder Supermärkten preiswerte Trommeln oder Tamburine. Am Anfang können aber runde Waschmitteltrommeln, Hutschachteln, Schüsseln und Töpfe dienen, Hauptsache sie haben keine scharfen Kanten und die ihr Klang gefällt dir.

Wie es mit dem Trommeln beginnen kann?

Überlege, ob du lieber alleine oder mit Freunden, Geschwistern oder Eltern beginnen möchtest. Fange einfach ohne große Ansprüche an und probiere zunächst aus, Fingerkuppen, Handballen, Fingernägel oder Knöchel auf der Trommel zu bewegen. Versuche, Schultern und Gesicht dabei zu entspannen.
Vielleicht schließt du auch kurz die Augen und achtest nur auf den Klang deiner Trommel. Mache Pausen, wenn dir danach ist.

Versuche herauszufinden, wie deine Tommel klingt, wenn du traurig oder fröhlich bist. Wie geht es dir, wenn du Gefühle trommelst?
Achte darauf, dass du dich wohlfühlst!

Wenn du einen Rhythmus finden möchtest, dann denke z.B. an deinen Pulsschlag:

1-2-3-4

Lege vielleicht Pausen ein:

1 Pause 3 Pause ; 1 Pause 3 Pause

Nun kannst du Betonungen wählen:

1 234 / 1 234 / 1 234
oder
1 234 / 1 234 / 1 234

Nun kannst du einen 3/4 Takt wählen

1 23 / 1 23 / 1 23

Aber denke bloß nicht so viel ans Zählen! Das Trommeln soll dir schließlich Spaß machen. Ein Rhythmus, der dir gefällt und deinen Gefühlen entspricht, den wirst du nach einer Weile ohne viel Anstrengung einfach so entdecken!