Atemspiele mit Luftballons

Der Atem ist Dein treuester Begleiter, vom ersten Augenblick deines Lebens an. Dabei ist Dir oft wahrscheinlich gar nicht bewusst, dass du atmest.

Du kannst sehr lange ohne Essen und Trinken auskommen, jedoch kaum 5 Minuten ohne zu atmen. Dein Atem ist auch der Spiegel deiner Stimmungen und Gefühle, du kennst sicher entsprechende Redewendungen wie ....da bleibt mir aber die Luft weg....oder...jetzt muss ich erstmal tief durchatmen...und mir Luft machen.

Vielleicht merkst du es nicht immer, aber wenn du wütend und zornig bist, dann atmest du recht flach ein, dafür umso heftiger aus. Wenn du Angst hast, dann wird der Atem ganz flach, rasch und unregelmäßig. Auch wenn du Sorgen hast oder ungeduldig bist, werden die Atemzüge oberflächlich, kurz und ungleichmäßig. Diese Veränderungen des Atems sind uns nicht immer bewusst, aber unser Körper reagiert darauf, z. B. mit Verspannungen in verschiedenen Körperteilen. Das kennst du vielleicht vom Nacken, wenn er hart ist und beim Bewegen weh tut.

Umgekehrt kannst du nun aber deinen Atem benutzen, um in schwierigen Situationen mehr Kraft und Energie zu haben. Manchmal geschieht dies schon unbewusst, wenn du z. B. gähnst oder seufzt. Dabei holst du tief Luft, dein Körper bekommt mehr Sauerstoff und entspannt sich etwas und das tut ihm gut. Wenn du bewusst tief und regelmäßig ein- und ausatmest, dann kann dir das in schwierigen Situationen, die dir Stress und Angst bereiten, helfen. Du entspannst und fühlst Dich besser.

Es gibt ganz bestimmte Atemübungen und -techniken, die Atemtherapeuten mit Kindern lernen. Das ist bei bestimmten Krankheiten sogar lebenswichtig. Es gibt aber auch spielerische Möglichkeiten, mit deren Hilfe du deinen Atem besser kennenlernen kannst. Dies hilft dir sicher in der nächsten aufregenden Situation, etwas besser damit umzugehen.

Ein unkomplizierte Mittel, das zudem ungeheuer Spaß macht, sind Atemspiele mit Luftballons, die du gemeinsam mit deinen Eltern, Geschwistern und Freunden, aber auch für dich alleine machen kannst.

Beginne damit, ein oder zwei Ballons mit Hilfe deines Atems in der Luft tanzen zu lassen. Atme so lange ein und aus, wie es dir Spaß macht und es dir gut dabei geht. Atme nicht zu tief ein und achte darauf, dass dir nicht schwindelig wird.

Etwas schwieriger wird es, wenn du dies mit Hilfe eines Strohhalms versuchst.

Markiere mit Hilfe eines Klebebandes einen Kreis oder ein Ziel und versuche nun die Ballons durch Pusten, mit oder ohne Strohhalm, aus dem Kreis oder Richtung Ziel zu befördern.

Etwas aufwendiger, aber auch spannender wird es noch, wenn du mit Hilfe von Stuhlbeinen, Kartons, Papierkörben, Wäscheleinen und Ähnlichem eine kleine Hindernisbahn baust und die Ballons mit Hilfe deines Atems durch all die Hindernisse zu einem bestimmten Ziel bringst.

Bei all diesen Spielen wirst du ganz von selbst bewusst atmen und danach merken, dass das deinem Körper gut tut.