"Freak" von Rodman Philbrick

so wie der auf diesem Buch basierende Film „The Mighty, gemeinsam sind sie stark“, 

geeignet ab 10 – 11 Jahren

Der amerikanische Roman „ Freak“ von Rodman Philbrick erschien bereits 1998 und war eines der ersten Bücher, das die Freundschaft zweier Jungen, die mit Einschränkungen leben, zum Thema machte.

Maxwell, 13 Jahre alt, lebt bei seinen Großeltern. Er ist wesentlich größer und stärker als seine Altersgenossen, allerdings ziemlich langsam, was die Fähigkeit betrifft, etwas lernen oder ausdrücken zu können. Max hält sich selbst für dumm, er hat auch keine Freunde. Denn ihm eilt zudem der Ruf voraus, aggressiv und gewalttätig zu sein. So versteckt er sich in seiner Freizeit im Keller des Hauses seiner Großeltern. Dort denkt er auch stundenlang über seine Familie nach, sein Vater sitzt im Gefängnis, ihm wird vorgeworfen ein Mörder zu sein.

Eines Tages bekommt Max neue Nachbarn, den 12-jährigen Kevin und seine Mutter.

Kevin ist kleinwüchsig. Sein Körper will nicht mehr wachsen, sein Herz ist mittlerweise viel zu groß für seinen Brustkorb, was ihm immer größere gesundheitliche Probleme bereitet. Kevin, genannt Freak, ist außergewöhnlich intelligent, manchmal auch eine ziemlich besserwisserische Nervensäge. Er versucht alles über Bionik und Robotik zu erfahren, weil er hofft, dass die Medizintechnik ihm eines Tages einen starken Ersatzkörper schenken kann.

Nun lernt er aber zuerst Max kennen: er überzeugt ihn, endlich mal den Keller zu verlassen und lässt ihn teilhaben an seinem Wissen über Computer und Roboter und an der Fantasy Welt von König Artus, den starken, unverwundbaren Sagen-Helden.

Schnell entwickelt sich eine Freundschaft und ein grandioses Team: Max trägt fortan Kevin auf seinen Schultern, im Sportunterricht und bei allen Aktivitäten leiht er ihm seine körperlichen Fähigkeiten. Kevin dagegen lässt auf den Schultern von Max seine ganze intelligente Kraft spielen. Die beiden werden ein unschlagbares Gespann, nennen sich selbst „Freak, der Starke“ und beschließen wie König Artus das Unrecht in der Welt, das ihnen begegnet, zu bekämpfen.

Dabei werden sie schließlich von ihren eigenen Problemen eingeholt, Max Vater wird zum Bespiel aus dem Gefängnis entlassen. Die Ereignisse überschlagen sich und die Geschichte nimmt nun einen rasanten, ziemlich aktionreichen Lauf.

Die Geschichte von Max und Kevin ist eine Geschichte, die eher die Welt von Jungen zum Mittelpunkt macht. Und sie spart, wie gesagt, nicht mit recht aufregenden und temporeichen Momenten. Wer das mag und - Achtung !- sich auch nicht scheut, schwierige Lebensfragen zu überdenken, dem gefällt dieser etwas ältere Roman sicherlich.

Die Geschichte wurde auch bereits im Erscheinungsjahr des Buches verfilmt unter dem Titel „The Mighty“, im Deutschen mit dem Zusatz „gemeinsam sind sie stark“. Der Film zieht mit den Actionszenen noch mal mehr an als das Buch und ist in der Umsetzung auch sehr amerikanisch. Die DVD, sofern sie nicht in Ausleihen oder Büchereien zu finden ist, hat mittlerweile Sammlerwert und ist von daher nur noch für einen hohen Preis erhältlich.