Der Klassiker in Buch und Film

Die Vorstadtkrokodile

( ungefähr ab 8 Jahre )

Vorstadtkrokodile ist ein Kinderbuch von Max von der Grün von 1976 mit dem Untertitel „Eine Geschichte vom Aufpassen“, das zweimal verfilmt wurde, 1977 für das Fernsehen und 2008 als Spielfilm. Das Buch wird auch in vielen Schulen gelesen.

Die Vorstadtkrokodile sind eine Kinderbande. Ihr Erkennungszeichen ist ein Aufnäher ( im Film eine Kette) in Krokodilform. Mitglied der Bande kann man nur nach Bestehen einer gefährlichen Mutprobe werden. Als der zehnjährige Hannes dabei in eine lebensgefährliche Situation gerät, lassen ihn allerdings die erschrockenen Bandenmitglieder fast alle im Stich, und er wird nur durch das rasche Eingreifen Marias (im Film Kais) gerettet, die / der die Feuerwehr ruft. Hannes wird wegen seiner waghalsigen Aktion mit Hausarrest und Fernsehverbot bestraft und hat er in den folgenden Tagen viel Zeit aus dem Fenster zu schauen und mit seiner Mutter zu reden – vor allem über den durch eine Querschnittslähmung behinderten Kurt ( im Film Kai), den er vorher nie beachtet hat. Er freundet sich mit ihm an und möchte ihn schließlich auch zu den Krokodilen mitnehmen. Doch diese sind zunächst sehr skeptisch…..

Auf welche Prüfungen sich Kurt/Kai einlassen muss, um von der Gruppe akzeptiert zu werden, welche gemeinsamen Abenteuer sie bestehen und was die Gruppe im gemeinsamen Umgang erlebt und lernt, davon handeln das Buch, sowie der erste Fernsehfilm von 1977 und der Spielfilm von 2008. Der Spielfilm wurde 2010 mit dem Deutschen Filmpreis als Bester Kinderfilm des Jahres ausgezeichnet. 2010 und 2011 wurden noch zwei weitere Filme von den Vorstadtkrokodilen gedreht, allerdings ohne die Vorlage eines Buches. Sie sind auch eher etwas für ein bisschen ältere Kinder.

Max von der Grün selbst hat die Buchvorlage in einem Vorwort seinem behinderten Sohn Frank gewidmet und wollte mit seinem Buch einen Beitrag zur Inklusion leisten.